Tiefer eintauchen Aktualisiert: August 2026 · ca. 1 Min.

Biotinidase und Biotin-Stoffwechsel

Umfassende Informationen über Biotinidase und Biotin-Stoffwechsel. Wissenschaftlich fundiert und verständlich erklärt.

Lebensmittel mit vitamin-b7
Inhalt

Auf einen Blick

  • Biotinidase recycelt Biotin im Körper.
  • Ein genetischer Defekt verursacht Biotinmangel.
  • Wird im Neugeborenen-Screening erfasst.

Damit Biotin nicht ständig nachgeliefert werden muss, recycelt der Körper es – mithilfe des Enzyms Biotinidase. Fällt dieses Enzym aus, entsteht trotz normaler Ernährung ein Mangel.

Wie der Biotin-Stoffwechsel funktioniert

Biotin wird über das Enzym Holocarboxylase-Synthetase an die Carboxylasen gebunden und nach deren Abbau durch die Biotinidase wieder freigesetzt – also wiederverwertet. Beide Enzyme sind für einen stabilen Biotinhaushalt nötig.

Der Biotinidase-Mangel

Ein angeborener Biotinidase-Defekt unterbricht das Recycling. Unbehandelt drohen neurologische Schäden, Krampfanfälle, Hautprobleme und Haarausfall. Die gute Nachricht: Mit Biotin-Gabe ist er gut behandelbar – deshalb gehört er zum Neugeborenen-Screening.

💡 Gut zu wissen

Früh erkannt (Screening) und mit Biotin behandelt, entwickeln sich betroffene Kinder normal.

Häufige Fragen

Was ist die Biotinidase?

Ein Enzym, das gebundenes Biotin wieder freisetzt – essenziell fürs Biotin-Recycling.

Quellen: DGE-Schätzwert (Biotin: ~40 µg/Tag); EFSA Health Claims. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.