Selen und Schwangerschaft
Erfahre alles über Selen und Schwangerschaft: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
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Selen und Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft steigt der Selenbedarf moderat an, da Selen für die Entwicklung des Fötus, den Schutz der Plazenta und das Immunsystem der werdenden Mutter wichtig ist. In Mitteleuropa ist die Selenversorgung vieler Schwangerer an der unteren Grenze des Referenzbereichs.
Bedeutung von Selen in der Schwangerschaft
- Selen ist für die normale Funktion der Schilddrüse entscheidend — die Schilddrüsenhormone steuern die fötale Hirnentwicklung
- Glutathionperoxidasen schützen Plazenta und Fötus vor oxidativem Stress
- Selen unterstützt das Immunsystem und kann das Risiko von Infektionen reduzieren
- Ausreichend Selen kann das Risiko eines Frühgeburts und einer Präeklampsie möglicherweise senken
Bedarf und Referenzwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schwangeren eine tägliche Selenzufuhr von 60–70 µg. Für Stillende erhöht sich der Bedarf auf 75 µg/Tag, da Selen über die Muttermilch an das Neugeborene weitergegeben wird.
Gute Selenquellen in der Schwangerschaft
- Fisch (besonders Lachs, Seelachs, Thunfisch) — zweimal wöchentlich empfohlen
- Fleisch und Geflügel
- Eier
- Milch und Milchprodukte
- Vollkornprodukte aus selenreichem Getreide
Supplementierung in der Schwangerschaft
Wenn die Ernährung nicht ausreicht, kann eine ärztlich begleitete Supplementierung sinnvoll sein. Speziell bei Frauen mit niedrigen Selenspiegeln zu Beginn der Schwangerschaft, veganer Ernährung oder chronischen Darmerkrankungen sollte der Selenstatus labordiagnostisch überprüft werden. Eine Eigeninitiative bei der Supplementierung ist wegen der engen toxischen Breite von Selen nicht empfehlenswert.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.