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Selen bei Senioren

Erfahre alles über Selen bei Senioren: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.

Inhalt

Selen bei Senioren

Im höheren Lebensalter verändert sich die Selenversorgung auf mehreren Ebenen: Die Nahrungsaufnahme nimmt oft ab, die Resorptionsfähigkeit im Darm lässt nach, und gleichzeitig steigt der Bedarf an antioxidativem Schutz. Senioren zählen daher zu den Risikogruppen für einen Selenmangel.

Besondere Bedeutung für ältere Menschen

Selen unterstützt das Immunsystem, schützt Zellen vor altersbedingtem oxidativen Stress und spielt eine wichtige Rolle bei der Schilddrüsenfunktion. Selenoprotein P, das als Transportprotein für Selen im Blut dient, sinkt im Alter messbar ab. Studien zeigen, dass niedrige Selenspiegel im Alter mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Abbau und ein geschwächtes Immunsystem verbunden sein können.

Häufige Ursachen für Mangel im Alter

  • Einseitige oder kalorienreduzierte Ernährung
  • Verminderte Magenssäureproduktion, die die Resorption hemmt
  • Chronische Darmerkrankungen
  • Einnahme von Protonenpumpenhemmern oder anderen Medikamenten
  • Nierenerkrankungen oder Dialysepflicht

Symptome eines Mangels

Muskelschwäche, Müdigkeit, häufige Infekte und eine nachlassende Schilddrüsenfunktion können auf einen Selenmangel hinweisen. Da diese Symptome im Alter häufig sind und vielfältige Ursachen haben, ist eine labordiagnostische Abklärung sinnvoll. Der Normalbereich im Serum liegt bei 60–120 µg/l.

Empfehlungen für Senioren

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Senioren eine tägliche Selenzufuhr von 60–70 µg. Diese lässt sich durch regelmäßigen Konsum von Fisch, Fleisch, Eiern und Vollkornprodukten decken. Eine Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Mangel und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da die therapeutische Breite von Selen vergleichsweise eng ist.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.