Natrium in der Schwangerschaft
Erfahre alles über Natrium in der Schwangerschaft: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
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Natrium in der Schwangerschaft
Natrium ist in der Schwangerschaft notwendig für die Regulation des stark angestiegenen Blutvolumens, für die Funktion der Plazenta und für die Entwicklung des Fötus. Gleichzeitig ist eine übermäßige Natriumzufuhr in der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftshypertonie und Ödeme assoziiert.
Physiologische Veränderungen des Natriumhaushalts in der Schwangerschaft
Das Blutvolumen steigt in der Schwangerschaft um bis zu 50 %. Der Körper retiniert in dieser Phase vermehrt Natrium (und damit Wasser), um dieses erhöhte Volumen aufrechtzuerhalten – ein normaler physiologischer Prozess, der durch Aldosteron und das RAAS gesteuert wird.
Empfehlungen für Schwangere
Die DGE empfiehlt Schwangeren dieselbe maximale Natriumzufuhr wie allen Erwachsenen: maximal 2.300 mg Natrium pro Tag (entspricht 6 g Kochsalz). Eine drastische Salzreduktion ohne medizinischen Grund ist in der Schwangerschaft nicht empfohlen, da Natrium für die normale Volumenzunahme des Bluts benötigt wird.
Natrium und Schwangerschaftskomplikationen
- Schwangerschaftshypertonie / Präeklampsie: Hohe Natriumzufuhr kann das Risiko erhöhen. Bei Blutdruckproblemen in der Schwangerschaft wird oft eine moderate Salzreduktion empfohlen.
- Ödeme: Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind häufig und nicht allein durch Salzkonsum bedingt. Eine übermäßige Salzreduktion löst das Problem nicht.
Natriumarme und -reiche Lebensmittel im Überblick
- Natriumreich: Wurst, Käse, Brot, Fertiggerichte, Chips, Soßen
- Natriumarm: Obst, frisches Gemüse, ungekochte Hülsenfrüchte, ungesalzene Nüsse
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Schwangere mit Bluthochdruck oder Ödemen sollten die Salzaufnahme ärztlich abklären lassen.