Was ist Molybdän
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Inhalt
Was ist Molybdän?
Molybdän ist ein essenzielles Spurenelement, das in sehr geringen Mengen im menschlichen Körper vorkommt und als Kofaktor für mehrere lebenswichtige Enzyme benötigt wird. Es ist in nahezu allen Körperzellen enthalten, mit den höchsten Konzentrationen in Leber, Nieren, Nebennieren und Knochen. Obwohl der Bedarf sehr gering ist, hat Molybdän unverzichtbare Funktionen im Stoffwechsel von schwefelhaltigen Aminosäuren.
Biologische Funktionen
Molybdän wirkt als Bestandteil des sogenannten Molybdän-Kofaktors (MoCo), der in mehrere wichtige Enzyme eingebaut wird:
- Xanthinoxidase: Beteiligung am Abbau von Purinen zu Harnsäure
- Sulfitoxidase: Umwandlung von toxischem Sulfit zu Sulfat — essenziell für den Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren (Methionin, Cystein)
- Aldehyd-Oxidase: Beteiligung am Abbau verschiedener biogener Substanzen und Medikamente
Nahrungsquellen
- Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) — reichhaltigste Quelle
- Vollkornprodukte und Getreide
- Nüsse und Samen
- Blattgemüse
- Leber und Innereien
Tagesbedarf
| Personengruppe | Empfehlung (DGE/DACH) |
|---|---|
| Erwachsene | 50–100 µg/Tag |
| Tolerierbarer Höchstwert (EFSA) | 600 µg/Tag |
| Hauptspeicherort | Leber, Nieren |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ein Molybdänmangel ist bei ausgewogener Ernährung äußerst selten und bedarf ärztlicher Abklärung.