Molybdän-Mangel
Erfahre alles über Molybdän-Mangel: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Molybdän-Mangel
Ein Molybdän-Mangel ist beim Menschen außerordentlich selten und tritt in der Praxis fast ausschließlich bei Menschen auf, die langfristig auf parenterale (intravenöse) Ernährung angewiesen sind, ohne dass Molybdän zugesetzt wird. Einige genetisch bedingte Defekte des Molybdän-Kofaktors sind beschrieben, die zu schwerwiegenden neurologischen Störungen führen.
Bekannte Mangelsymptome
Das Wissen über Molybdänmangel beim Menschen stammt hauptsächlich aus Fallberichten und Tierversuchen:
- Neurologische Symptome: Verwirrtheit, Koma (bei schwerem Kofaktor-Defekt)
- Erhöhter Sulfitspiegel: Da die Sulfitoxidase nicht funktioniert, reichert sich toxisches Sulfit an
- Tachykardie und Atemprobleme in schweren Fällen
- Linsentrübung und andere Augensymptome (bei genetischem Kofaktordefekt)
Ursachen
- Langfristige intravenöse Ernährung ohne Molybdänzusatz
- Genetischer Molybdän-Kofaktor-Mangel (sehr selten, autosomal-rezessiv)
- Schwere Malabsorptionssyndrome
Diagnose
| Hinweis | Bedeutung |
|---|---|
| Erhöhte Sulfitwerte im Urin | Hinweis auf Sulfitoxidase-Mangel |
| Erniedrigter Harnsäurespiegel | Hinweis auf gestörte Xanthinoxidase |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ein Molybdänmangel erfordert eine spezialisierte medizinische Diagnostik und Behandlung.