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Molybdän Glossar

Erfahre alles über Molybdän Glossar: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.

Inhalt

Molybdän Glossar – Fachbegriffe verständlich erklärt

Rund um Molybdän begegnen einem in Biochemie und Medizin einige spezifische Fachbegriffe. Dieses Glossar gibt einen Überblick über die wichtigsten Konzepte.

Grundbegriffe

  • Molybdän (Mo): Chemisches Element, Ordnungszahl 42. Essenzielles Spurenelement für Mensch, Tier und Pflanzen. Im Körper als Molybdat-Ion (MoO₄²⁻) aktiv.
  • Molybdat: Ionische Form von Molybdän im Körper und in Lebensmitteln. Wird im Dünndarm aktiv resorbiert.
  • Cofaktor: Nicht-proteinartiger Bestandteil eines Enzyms. Molybdän ist Cofaktor für molybdoenzyme wie Xanthinoxidase und Sulfit-Oxidase.

Biochemische Begriffe

  • Molybdocofaktor (MoCo): Organischer Cofaktor, der Molybdän enthält und in allen Molybdoenzymen (außer Nitrogenase) vorkommt. Seine Biosynthese ist ein essentieller Prozess; angeborene Defekte führen zu schweren Erkrankungen.
  • Xanthinoxidase: Molybdänhaltiges Enzym, das Hypoxanthin über Xanthin zu Harnsäure oxidiert. Wichtig im Purinabbau.
  • Sulfit-Oxidase: Enzym, das das toxische Sulfit zu ungefährlichem Sulfat oxidiert. Essenziell für das Nervensystem; Defekte führen zu schweren neurologischen Schäden.
  • Aldehyd-Oxidase: Molybdänhaltiges Enzym, das Aldehyde und bestimmte Medikamente (z. B. Methotrexat) metabolisiert.

Klinische Begriffe

  • Molybdocofaktor-Defizienz: Seltene angeborene Erkrankung, bei der die MoCo-Synthese gestört ist. Führt zu schwerem Organversagen durch Sulfit-Akkumulation.
  • Molybdät-Antagonismus: Wechselwirkung zwischen Molybdät und Kupfer: Beide konkurrieren um Transportproteine, sodass hohe Molybdänzufuhr die Kupferresorption hemmt.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Bei Verdacht auf angeborene Stoffwechselerkrankungen bitte sofort einen Facharzt aufsuchen.