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Molybdän FAQ

Erfahre alles über Molybdän FAQ: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.

Inhalt

Molybdän FAQ – Häufige Fragen & Antworten

Molybdän ist eines der weniger bekannten Spurenelemente. Trotzdem ist es für wichtige Stoffwechselprozesse unentbehrlich. Diese FAQ beantwortet die häufigsten Fragen zu Molybdän verständlich und evidenzbasiert.

Was ist Molybdän?

Molybdän (chemisches Symbol: Mo) ist ein essenzielles Spurenelement. Der menschliche Körper enthält nur ca. 9 mg Molybdän – dennoch ist es unverzichtbar als Cofaktor für mindestens drei Enzyme, die am Abbau von Aminosäuren und Purinen beteiligt sind.

Wozu braucht der Körper Molybdän?

Molybdän aktiviert die Enzyme Xanthinoxidase (Purinabbau), Sulfit-Oxidase (Sulfitentgiftung) und Aldehyd-Oxidase (Medikamentenmetabolismus). Die Sulfit-Oxidase ist besonders wichtig: Ohne sie akkumulieren Sulfite und schädigen das Nervensystem.

Wie viel Molybdän brauche ich täglich?

Die DGE empfiehlt Erwachsenen einen Schätzwert von 50–100 µg Molybdän pro Tag. Die EFSA gibt eine adequate intake von 65 µg/Tag für Erwachsene an.

Kann man zu wenig Molybdän aufnehmen?

Alimentärer Molybdänmangel ist in Europa extrem selten. Nur ein einziger dokumentierter Fall betrifft einen Patienten unter langfristiger, molybdänarmer parenteraler Ernährung. Ansonsten deckt eine normale Ernährung den Bedarf problemlos.

Kann Molybdän toxisch sein?

Bei sehr hoher Zufuhr (über 600 µg/Tag laut EFSA-UL) kann Molybdän die Harnsäuresynthese übermäßig anregen und gichtartige Symptome verursachen. Außerdem kann es die Kupferaufnahme hemmen. Über normale Lebensmittel ist eine Toxizität kaum möglich.

KennzahlWert
Tagesempfehlung (DGE)50–100 µg
Adequate Intake (EFSA)65 µg/Tag
Tolerable Upper Level (EFSA)600 µg/Tag

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Molybdän-Supplemente sind für gesunde Menschen in der Regel nicht notwendig.