Molybdän bei Kindern
Erfahre alles über Molybdän bei Kindern: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Molybdän bei Kindern – Bedeutung und Versorgung
Molybdän ist ein essenzielles Spurenelement, das Kinder in sehr kleinen Mengen täglich benötigen. Es ist Bestandteil wichtiger Enzyme des Aminosäure- und Purinabbaus. Ein Mangel ist bei Kindern in Deutschland äußerst selten, da Molybdän in vielen gängigen Lebensmitteln vorkommt.
Warum brauchen Kinder Molybdän?
Molybdän ist Cofaktor für drei essenziell wichtige Enzyme im kindlichen Organismus:
- Xanthinoxidase: Abbau von Purinen zu Harnsäure
- Sulfit-Oxidase: Entgiftung von Sulfiten aus dem Stoffwechsel und der Nahrung – besonders wichtig für die Entwicklung des Nervensystems
- Aldehyd-Oxidase: Metabolisierung verschiedener Aldehyde und Medikamente
Tagesbedarf für Kinder (DGE-Schätzwerte)
- Säuglinge 0–3 Monate: 7 µg/Tag
- Säuglinge 4–11 Monate: 15 µg/Tag
- Kinder 1–3 Jahre: 25 µg/Tag
- Kinder 4–6 Jahre: 40 µg/Tag
- Kinder 7–9 Jahre: 60 µg/Tag
- Kinder 10–14 Jahre: 80 µg/Tag
Gute Molybdänquellen für Kinder
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)
- Getreideprodukte (Vollkornbrot, Haferflocken)
- Grünes Gemüse (Spinat, Erbsen)
- Milch und Milchprodukte
Mangel und Überversorgung bei Kindern
Ein Molybdänmangel ist in Europa extrem selten. Beschrieben wurde er nur bei langfristiger, molybdänarmer parenteraler Ernährung. Eine Überversorgung durch normale Ernährung ist ebenfalls unwahrscheinlich; hohe Dosen aus Supplementen können theoretisch den Kupferstoffwechsel beeinträchtigen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Bei Fragen zur Versorgung von Kindern mit Spurenelementen bitte einen Kinderarzt aufsuchen.