Kupfer-Tagesbedarf Referenzwerte
Erfahre alles über Kupfer-Tagesbedarf Referenzwerte: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Kupfer-Tagesbedarf – Referenzwerte im Überblick
Der tägliche Kupferbedarf ist je nach Altersgruppe und physiologischem Zustand unterschiedlich. Offizielle Empfehlungen verschiedener Gesundheitsbehörden helfen dabei, eine angemessene Zufuhr sicherzustellen ohne in den toxischen Bereich zu geraten.
DGE-Referenzwerte für Kupfer
- Säuglinge 0–3 Monate: 0,2 mg/Tag
- Säuglinge 4–11 Monate: 0,3 mg/Tag
- Kinder 1–3 Jahre: 0,5 mg/Tag
- Kinder 4–6 Jahre: 0,6 mg/Tag
- Kinder 7–9 Jahre: 0,8 mg/Tag
- Kinder 10–14 Jahre: 1,0 mg/Tag
- Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren: 1,0–1,5 mg/Tag
- Schwangere: 1,0–1,5 mg/Tag
- Stillende: bis 1,5 mg/Tag
Europäische und internationale Referenzwerte
Die EFSA empfiehlt für Erwachsene eine adequate intake (AI) von 1,6 mg/Tag und hat einen Tolerable Upper Intake Level (UL) von 5 mg/Tag für Erwachsene festgelegt. Die WHO empfiehlt 1,3 mg/Tag für Erwachsene als sichere Zufuhrmenge.
Wann steigt der Bedarf?
- Stillzeit (Kupferabgabe über Muttermilch)
- Hohe Zinkzufuhr (hemmt Kupferresorption)
- Malabsorptionssyndrome
- Nach bariatrischer Chirurgie
| Quelle | Empfehlung Erwachsene |
|---|---|
| DGE | 1,0–1,5 mg/Tag |
| EFSA (AI) | 1,6 mg/Tag |
| EFSA (UL) | 5 mg/Tag |
Praktische Hinweise zur Deckung des Tagesbedarfs
Den Kupferbedarf über die Ernährung zu decken ist bei ausgewogener Kost gut möglich. Besonders effektiv sind eine Handvoll Cashewnüsse oder Paranüsse am Tag, regelmäßiger Konsum von Hülsenfrüchten sowie gelegentlich eine Portion Leber (maximal einmal pro Woche wegen des Vitamin-A-Gehalts). Vegetarier und Veganer sind in der Regel ebenfalls gut versorgt, da pflanzliche Kupferquellen reichlich vorhanden sind. Nur bei speziellen Erkrankungen – wie Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) oder Malabsorptionssyndromen – ist eine ärztliche Überwachung des Kupferstatus sinnvoll.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Der individuelle Kupferbedarf sollte bei besonderen Erkrankungen oder Risikokonstellationen ärztlich abgeklärt werden.