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Kupfer-Mangel
Erfahre alles über Kupfer-Mangel: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Kupfer-Mangel — Symptome und Ursachen
Ein Kupfer-Mangel ist in der westlichen Ernährung selten, kann aber bei bestimmten Risikogruppen auftreten und hat weitreichende Folgen für Blutbildung, Nervensystem und Bindegewebe. Da Kupfer an so vielen enzymatischen Prozessen beteiligt ist, äußert sich ein Mangel in vielgestaltigen Beschwerden, die oft nicht sofort mit einem Kupfermangel in Verbindung gebracht werden.
Symptome
- Anämie: Kupfermangel beeinträchtigt die Eisenmobilisierung und führt zu einer Anämie, die auf Eisengaben nicht anspricht
- Neutropenie: Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen erhöht die Infektanfälligkeit
- Neurologische Störungen: Kribbeln, Taubheitsgefühl, Gangstörungen (durch Demyelinisierung)
- Knochenschwäche: Erhöhte Frakturanfälligkeit durch geschwächtes Kollagennetzwerk
- Hypopigmentierung: Hellere Haut- und Haarpigmentierung durch verminderte Melaninsynthese
Ursachen
- Übermäßige Zinkzufuhr (Zink hemmt Kupferresorption im Darm)
- Malabsorption (Zöliakie, Morbus Crohn, Kurzdarmsyndrom)
- Langfristige parenterale Ernährung ohne Kupferzusatz
- Menkes-Krankheit (genetischer Kupferstoffwechseldefekt)
- Chronischer Alkoholmissbrauch
Diagnostik
| Parameter | Normwert |
|---|---|
| Kupfer im Serum | 0,7–1,4 mg/l |
| Coeruloplasmin | 20–60 mg/dl |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Kupfermangel sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.