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Kalium-Mangel
Erfahre alles über Kalium-Mangel: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Kalium-Mangel (Hypokaliämie)
Ein Kalium-Mangel — medizinisch als Hypokaliämie bezeichnet — liegt vor, wenn der Kaliumspiegel im Blutserum unter 3,5 mmol/l fällt. Da Kalium für die Erregbarkeit von Herzmuskelzellen und Nerven entscheidend ist, kann eine ausgeprägte Hypokaliämie lebensbedrohlich werden. Bereits moderat erniedrigte Werte führen zu spürbaren Beschwerden.
Symptome
- Muskelschwäche bis hin zu Lähmungserscheinungen
- Muskelkrämpfe und -zucken
- Herzrhythmusstörungen (von Palpitationen bis zu gefährlichen Arrhythmien)
- Verstopfung und Darmträgheit (Kalium reguliert auch Darmbewegungen)
- Müdigkeit, Erschöpfung und allgemeines Schwächegefühl
- Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen
Häufige Ursachen
- Einnahme von Diuretika (besonders Thiazide und Schleifendiuretika)
- Chronischer Durchfall oder Erbrechen
- Übermäßiges Schwitzen (Hitzewelle, intensive Sportaktivität)
- Chronische Nierenerkrankungen
- Übermäßiger Abführmittelmissbrauch
- Mangelernährung oder sehr kalorienarme Diäten
Normwerte und Klassifikation
| Kaliumspiegel | Bewertung |
|---|---|
| 3,5–5,0 mmol/l | Normalbereich |
| 3,0–3,5 mmol/l | Leichte Hypokaliämie |
| < 3,0 mmol/l | Schwere Hypokaliämie — ärztliche Behandlung nötig |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Eine Hypokaliämie kann lebensbedrohlich sein und muss ärztlich abgeklärt und behandelt werden.