Kalium bei Senioren
Erfahre alles über Kalium bei Senioren: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Kalium bei Senioren
Kalium ist im Seniorenalter ein besonders relevanter Nährstoff, da sowohl Mangel als auch Überschuss häufig vorkommen und schwerwiegende kardiovaskuläre und muskuläre Konsequenzen haben können.
Hypokaliämie im Alter — Ursachen
Ein erniedrigter Kaliumspiegel (Hypokaliämie, < 3,5 mmol/L) ist bei Senioren häufig. Ursachen:
- Diuretika: Schleifendiuretika (z. B. Furosemid) und Thiazide erhöhen die renale Kaliumausscheidung erheblich.
- Laxanzien: Chronischer Abführmittelmissbrauch führt zu Kaliumverlust über den Darm.
- Geringe Nahrungsaufnahme: Einseitige Ernährung oder Anorexie im Alter.
- Durchfall und Erbrechen: Führen zu akutem Kaliumverlust.
Hyperkaliämie im Alter
Ein erhöhter Kaliumspiegel (Hyperkaliämie, > 5,5 mmol/L) entsteht bei Nierenfunktionsstörungen (häufig im Alter) oder durch Medikamente wie ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten und kaliumsparende Diuretika. Hyperkaliämie ist eine ernste Komplikation, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.
Blutdrucksenkende Wirkung
Kalium senkt den Blutdruck durch Natrium-Ausscheidung und Entspannung der Blutgefäße. Eine kaliumreiche Ernährung (viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte) ist daher auch für Senioren mit Hypertonie günstig — sofern keine Niereninsuffizienz besteht, die die Kaliumausscheidung einschränkt.
Regelmäßige Kontrolle
Bei Einnahme von Diuretika oder ACE-Hemmern sowie bei Nierenerkrankungen sollte der Kaliumspiegel regelmäßig labordiagnostisch kontrolliert werden. Eine Eigensupplementation ohne ärztliche Überwachung ist nicht empfohlen.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.