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Calciumcitrat

Erfahre alles über Calciumcitrat: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.

Inhalt

Calciumcitrat

Calciumcitrat ist eine Calciumverbindung, bei der Calcium an Zitronensäure gebunden ist. Es gilt als besonders gut verträgliche und gut resorbierbare Form des Calciums und wird bevorzugt bei Personen empfohlen, die Schwierigkeiten mit der Resorption anderer Calciumformen haben.

Eigenschaften und Vorteile

Calciumcitrat ist wasserlöslich und kann — im Gegensatz zu Calciumcarbonat — unabhängig vom Magensäurespiegel resorbiert werden. Das macht es zur bevorzugten Wahl bei:

  • Personen mit Achlorhydrie (fehlender Magensäure)
  • Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) oder H2-Blockern
  • Älteren Erwachsenen mit nachlassender Magensäureproduktion
  • Personen nach Magenbypass-Operationen

Elementarer Calciumgehalt

Calciumcitrat enthält ca. 21 % elementares Calcium — deutlich weniger als Calciumcarbonat (40 %). Entsprechend sind größere Tablettenmengen oder -größen notwendig, um dieselbe Calciummenge zu erreichen.

Verträglichkeit

Calciumcitrat verursacht seltener Blähungen oder Verstopfung als Calciumcarbonat. Es kann auch auf nüchternem Magen eingenommen werden, ohne Resorptionseinbußen. Dies macht es im Alltag flexibler.

Oxalatausscheidung

Citrat hemmt die Bildung von Calciumoxalat-Nierensteinen, da es mit Calcium lösliche Komplexe bildet. Calciumcitrat kann daher bei Nierensteinpatienten sogar vorteilhaft sein — im Gegensatz zu Calciumcarbonat, das bei hoher Oxalatzufuhr das Nierensteinrisiko erhöhen kann.

Kosten

Calciumcitrat ist teurer als Calciumcarbonat und erfordert durch den niedrigeren Calciumanteil größere Tabletten oder häufigere Einnahme. Für gesunde Erwachsene mit normaler Magensäure ist Calciumcarbonat meist ausreichend.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.