Calcium-Mangel
Erfahre alles über Calcium-Mangel: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
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Calcium-Mangel
Ein Calcium-Mangel — medizinisch als Hypokalzaemie bezeichnet — liegt vor, wenn der Calciumspiegel im Blut dauerhaft unter den Normalwert von etwa 2,2 mmol/l sinkt. Da der Koerper den Blutcalciumspiegel ueber Hormone — insbesondere Parathormon (PTH) und aktives Vitamin D (Calcitriol) — streng reguliert und bei Bedarf Calcium aus den Knochen mobilisiert, zeigt sich ein Mangel in Blutuntersuchungen oft erst spat. Waehrend dieser Zeit verlieren die Knochen jedoch kontinuierlich an Substanz und werden bruechiger.
Ursachen
Die haeufigsten Ursachen sind ungenuogende Zufuhr ueber die Ernaehrung, gestoerte Aufnahme im Darm (z. B. bei Vitamin-D-Mangel, Zoeliakie oder Morbus Crohn), Nierenerkrankungen mit erhoehter Calciumausscheidung, Unterfunktion der Nebenschilddruesen (Hypoparathyreoidismus) sowie die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente wie Protonenpumpenhemmer, Kortikosteroide oder Schleifendiuretika.
Symptome
Leichter Calciummangel kann symptomlos verlaufen. Bei deutlichem Mangel treten Muskelkraempfe und -zuckungen auf — besonders in Haenden, Fuessen und um den Mund (Tetanie). Weitere Zeichen sind Taubheitsgefuehle und Kribbeln in den Gliedmasen, erhoehte Reizbarkeit und Aengstlichkeit, Herzrhythmusstoerungen sowie im Extremfall Bewusstseinstoerungen oder epileptische Anfaelle. Langfristiger Mangel fuehrt zu Osteoporose und deutlich erhoehtem Knochenbruchrisiko.
Risikogruppen und Behandlung
Besonders gefaehrdet sind Veganer, aeltere Menschen, postmenopausale Frauen, Menschen mit chronischen Darmerkrankungen und Personen mit Vitamin-D-Mangel. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache: Ernaehrungsumstellung, Calcium-Supplemente und ausreichende Vitamin-D-Versorgung sind die zentralen Massnahmen. Schwere Hypokalzaemie wird intravenoes behandelt.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine aerztliche Beratung.