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Calcium bei Senioren

Erfahre alles über Calcium bei Senioren: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.

Inhalt

Calcium bei Senioren

Im Seniorenalter gewinnt Calcium als Knochenschutzmineralstoff besondere Bedeutung. Gleichzeitig nimmt die Resorptionsfähigkeit ab, und das Frakturrisiko steigt. Eine gezielte Auseinandersetzung mit Calciumbedarf, Quellen und Supplementation ist daher im Alter besonders sinnvoll.

Altersbedingte Veränderungen

  • Sinkende Calciumresorption: Mit dem Alter nimmt die Darmresorption von Calcium ab, teilweise durch verminderte Vitamin-D-Aktivierung, Achlorhydrie oder sinkende Östrogenspiegel (bei Frauen).
  • Erhöhte Calciumausscheidung: Die renale Rückresorption wird im Alter effizienter, aber Gesamtverluste bleiben relevant.
  • Knochenschwund: Ab ca. 40 Jahren verliert der Körper jährlich 0,5–1 % Knochenmasse; nach der Menopause kann dieser Verlust bei Frauen deutlich schneller voranschreiten.

Bedarf und Empfehlungen

Die DGE empfiehlt für Erwachsene ab 25 Jahren 1.000 mg Calcium täglich. Einige Fachgesellschaften empfehlen für über 70-Jährige 1.200 mg/Tag, da die Resorption abnimmt.

Supplementation — Nutzen und Risiken

Calciumsupplemente können bei unzureichender Nahrungszufuhr sinnvoll sein. Allerdings zeigen einige Studien, dass hochdosierte Calciumsupplemente (über 1.000 mg/Tag allein als Supplement) mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert sein könnten. Die Datenlage ist nicht abschließend, daher gilt: Bevorzugt über Lebensmittel zuführen, Supplement wenn nötig in moderater Menge (500 mg/Tag maximal).

Kombination Calcium + Vitamin D

Die Kombination hat eine gute Evidenzbasis für die Reduktion von Hüftfrakturen bei Institutionsbewohnern (Pflegeheim). Bei selbstständig lebenden Älteren sind die Studienergebnisse heterogener.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.