Zinksulfat
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Inhalt
Zinksulfat
Zinksulfat (ZnSO₄) ist eine anorganische Zinkverbindung und eine der ältesten verwendeten Zinkformen in der Medizin. Es wird sowohl therapeutisch als auch als kostengünstige Zinkquelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.
Chemische Eigenschaften
Zinksulfat ist ein farbloses, gut wasserlösliches Salz. Der elementare Zinkgehalt beträgt ca. 23 % (als Monohydrat) bis 22 % (als Heptahydrat). Die gute Wasserlöslichkeit erlaubt die Verarbeitung in Brausetabletten und Trinklösungen.
Bioverfügbarkeit
Zinksulfat ist besser bioverfügbar als Zinkoxid, aber schlechter als organische Zinkverbindungen wie Zinkcitrat oder Zinkbisglycinate. Die Magenverträglichkeit ist bei Zinksulfat schlechter als bei organischen Formen – nüchterne Einnahme führt häufiger zu Übelkeit und Magenreizungen.
Medizinische Anwendung
Zinksulfat wurde klinisch eingesetzt bei:
- Behandlung von nachgewiesenem Zinkmangel (z. B. bei Morbus Wilson, wo Zinksulfat die Kupferresorption hemmt)
- Hauterkrankungen (topisch in Lösungen oder Cremes)
- Augentropfen bei Bindehautentzündungen (historisch, heute selten)
Dosierung und Sicherheit
Therapeutische Dosierungen können höher sein als prophylaktische. Die EFSA-Grenze von 25 mg Zink pro Tag aus Supplementen gilt auch für Zinksulfat. Bei Einnahme zu einer Mahlzeit ist die Verträglichkeit deutlich besser.
| Eigenschaft | Zinksulfat |
|---|---|
| Zinkgehalt | ca. 22–23 % |
| Löslichkeit | gut wasserlöslich |
| Magenverträglichkeit | mäßig (besser mit Mahlzeit) |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Hochdosiertes Zinksulfat sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.