Zink bei Senioren
Erfahre alles über Zink bei Senioren: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Zink bei Senioren
Ältere Menschen ab 65 Jahren sind besonders anfällig für einen Zinkmangel. Dies liegt an verringerter Nahrungsaufnahme, reduzierter Absorptionseffizienz und einem erhöhten Verbrauch durch chronische Erkrankungen.
Warum Zink im Alter besonders wichtig ist
- Immunfunktion: Zink ist essenziell für T-Zellen – im Alter nimmt die Immunleistung ohnehin ab (Immunoseneszenz), ein Zinkmangel verstärkt dies
- Wundheilung: Ältere Menschen haben häufiger chronische Wunden; Zink fördert die Wundheilung
- Kognition: Ausreichend Zink kann kognitivem Abbau entgegenwirken
- Sehvermögen: Zink ist in hoher Konzentration in der Netzhaut vorhanden und schützt vor altersbedingter Makuladegeneration
Warum Senioren häufiger von Zinkmangel betroffen sind
- Reduzierter Appetit und geringere Nahrungsmenge
- Veränderte Absorptionseffizienz im Darm
- Häufige Einnahme von Medikamenten, die die Zinkabsorption hemmen (z. B. ACE-Hemmer, Diuretika)
- Chronische Erkrankungen (Diabetes, Niereninsuffizienz) erhöhen den Zinkverbrauch
Empfehlungen für ältere Menschen
Die DGE empfiehlt für Männer ab 65 Jahren 11 mg Zink pro Tag, für Frauen 7 mg. Eine zinkreiche Ernährung mit Fleisch, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und Nüssen sollte angestrebt werden. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine kurzfristige Supplementierung sinnvoll sein.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei Verdacht auf Zinkmangel sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.