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Natriummangel Ursachen

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Inhalt

Natriummangel Ursachen

Ein Natriummangel (Hyponatriämie) entsteht selten durch zu geringe Natriumzufuhr allein – häufiger liegt eine Störung des Gleichgewichts zwischen Natriumgehalt und Wassergehalt des Blutes vor. Die Ursachen sind vielfältig.

Verluste über Schweiß, Erbrechen, Durchfall

  • Starkes Schwitzen: Besonders bei intensivem Sport in der Hitze ohne adäquaten Ausgleich der Elektrolyte
  • Erbrechen: Verlust von natriumreichen Magensäften
  • Durchfall: Große Flüssigkeits- und Elektrolytverluste über den Darm

Medikamente

  • Diuretika (Entwässerungsmittel): Besonders Thiaziddiuretika erhöhen die renale Natriumausscheidung erheblich – eine der häufigsten Ursachen einer Hyponatriämie
  • Antidepressiva (SSRIs): Können ein Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) auslösen, bei dem zu viel Wasser zurückgehalten wird

Überhydratation

Paradoxerweise kann zu viel Wasseraufnahme zu einem Natriummangel führen: Das Natrium wird durch überschüssiges Wasser verdünnt. Dies kommt vor bei:

  • Ausdauersportlern, die große Mengen Leitungswasser trinken
  • Psychogener Polydipsie (krankhafte Trinksucht)

Erkrankungen

  • Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Niereninsuffizienz
  • SIADH (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion) – häufig durch Infektionen, Tumoren oder Medikamente ausgelöst
  • Hypothyreose und Nebenniereninsuffizienz

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Die Ursache einer Hyponatriämie muss ärztlich diagnostiziert werden.