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magnesium lebensmittel

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Der Mineralwasser-Guide wie du die beste Magnesiumquelle für dich findest

Ausreichend zu trinken ist eine der Grundlagen für Gesundheit und Wohlbefinden

Doch Wasser ist nicht gleich Wasser

Mineralwasser kann neben der reinen Flüssigkeitszufuhr auch eine erhebliche und oft unterschätzte Quelle für wichtige Mineralstoffe sein allen voran für Magnesium und Calcium

Die Wahl des richtigen Mineralwassers kann einen signifikanten Beitrag zur täglichen Magnesiumversorgung leisten – und das kalorienfrei und ganz nebenbei

Dieser Guide hilft dir dabei das Etikett eines Mineralwassers richtig zu lesen und die Sorte zu finden die am besten zu deinen Bedürfnissen passt

Warum ist Magnesium im Wasser so wertvoll?

Das Magnesium im Mineralwasser liegt in ionisierter (gelöster) Form vor

Das bedeutet es ist nicht an andere Substanzen gebunden und kann vom Körper sehr leicht und schnell aufgenommen werden

Die Bioverfügbarkeit von Magnesium aus Mineralwasser wird als sehr hoch eingeschätzt oft sogar höher als aus festen Lebensmitteln

Zudem sorgt die über den Tag verteilte Zufuhr durch das Trinken für eine kontinuierliche Versorgung und eine hohe Verträglichkeit ohne die abführende Wirkung die bei einer hohen Einzeldosis eines Supplements auftreten kann

Das Etikett verstehen der große Auszug

Jedes natürliche Mineralwasser muss einen “großen Auszug” auf seinem Etikett deklarieren

Dieser listet die charakteristischen Bestandteile des Wassers auf also die Mineralstoffe und Spurenelemente in Milligramm pro Liter (mg/l)

Hier solltest du auf zwei Werte besonders achten

  • Magnesium (Mg2+): Dieser Wert gibt an wie viel Magnesium in einem Liter Wasser enthalten ist
  • Calcium (Ca2+): Auch der Calciumgehalt ist wichtig da das Verhältnis der beiden Mineralstoffe eine Rolle spielt

Welche Werte sind gut?

Die Bandbreite beim Magnesiumgehalt von Mineralwässern ist riesig Sie reicht von unter 10 mg/l bis hin zu über 200 mg/l

Als Faustregel kann man sich an folgenden Werten orientieren

  • Magnesiumarm: unter 20 mg/l
  • Magnesiumhaltig: 20 - 50 mg/l
  • Magnesiumreich: über 50 mg/l
  • Sehr magnesiumreich: über 100 mg/l

Ein Wasser gilt offiziell als “magnesiumhaltig” wenn es mehr als 50 mg Magnesium pro Liter enthält

Wenn du gezielt deine Magnesiumversorgung unterstützen möchtest solltest du ein Wasser mit mindestens 100 mg/l wählen

Trinkst du davon 1,5 Liter pro Tag nimmst du bereits 150 mg wertvolles Magnesium auf – das ist schon die Hälfte des Tagesbedarfs einer Frau

Das Calcium-Magnesium-Verhältnis

Neben dem absoluten Magnesiumgehalt ist auch das Verhältnis von Calcium zu Magnesium interessant

Calcium und Magnesium sind natürliche Gegenspieler im Körper

Ein ideales Verhältnis liegt bei etwa 2:1 (Calcium zu Magnesium)

Viele Mineralwässer haben ein deutlich höheres Verhältnis (z.B. 5:1 oder mehr) was nicht ideal ist da ein hoher Calciumüberschuss die Magnesiumaufnahme leicht hemmen kann

Suche nach einem Wasser bei dem das Verhältnis möglichst nahe an 2:1 liegt

Beispielrechnung:

  • Wasser A: Calcium 400 mg/l, Magnesium 80 mg/l -> Verhältnis 5:1
  • Wasser B: Calcium 250 mg/l, Magnesium 120 mg/l -> Verhältnis ca. 2:1

Wasser B wäre hier trotz des geringeren Calciumgehalts die bessere Wahl für den Magnesiumhaushalt

Weitere wichtige Werte auf dem Etikett

  • Hydrogencarbonat (HCO3-): Ein hoher Gehalt an Hydrogencarbonat (über 1.000 mg/l) wirkt basisch und kann helfen eine Übersäuerung des Körpers zu puffern Dies ist besonders für Sportler oder bei Sodbrennen vorteilhaft
  • Sulfat (SO42-): Sulfat kann in höheren Konzentrationen die Verdauung anregen und leicht abführend wirken Für Menschen mit Verstopfung kann dies positiv sein bei empfindlichem Darm ist eher ein sulfatarmes Wasser zu empfehlen
  • Natrium (Na+): Für die meisten Menschen ist ein natriumarmes Wasser (unter 20 mg/l) zu bevorzugen insbesondere bei Bluthochdruck Nur bei starkem Schwitzen (z.B. Leistungssport) kann ein natriumreiches Wasser sinnvoll sein
  • Nitrat (NO3-): Der Nitratgehalt sollte so niedrig wie möglich sein Er ist ein Indikator für die Belastung aus der Landwirtschaft Ein Wert unter 5 mg/l ist sehr gut

Heilwasser eine besondere Kategorie

Heilwässer sind Wässer mit einer wissenschaftlich nachgewiesenen vorbeugenden lindernden oder heilenden Wirkung

Sie unterliegen dem Arzneimittelgesetz und müssen eine staatliche Zulassung haben

Es gibt einige Heilwässer die extrem reich an Magnesium sind (oft über 200 mg/l) und gezielt zur Behandlung eines Magnesiummangels eingesetzt werden können

Sie sind in der Regel in Apotheken oder gut sortierten Getränkemärkten erhältlich

Die Bedeutung des pH-Wertes

Der pH-Wert eines Mineralwassers gibt an, ob es eher sauer (pH unter 7) oder basisch (pH über 7) ist. Für die Magnesiumaufnahme spielt der pH-Wert des Wassers selbst keine direkte Rolle, da der Magen-Darm-Trakt den pH-Wert der Nahrung und Flüssigkeit kontinuierlich reguliert. Ein sehr saures Wasser wird im Magen neutralisiert, ein basisches Wasser im Magen angesäuert.

Dennoch kann der pH-Wert indirekt relevant sein:

  • Sodbrennen: Menschen, die zu Sodbrennen neigen, empfinden oft basische Wässer (mit einem hohen Hydrogencarbonat-Gehalt) als angenehmer, da diese die Magensäure puffern können.
  • Sportler: Für Sportler, die durch intensive Muskelarbeit Laktat produzieren und zur Übersäuerung neigen, kann ein basisches Wasser mit viel Hydrogencarbonat helfen, die Säuren zu neutralisieren und die Regeneration zu fördern.

Der Mythos vom “toten” Wasser

Manchmal hört man den Begriff “totes Wasser” im Zusammenhang mit Mineralwasser, das in Flaschen abgefüllt und über lange Zeit gelagert wird. Dies ist ein esoterischer Begriff, der keine wissenschaftliche Grundlage hat. Wasser ist eine chemische Verbindung (H2O) und kann nicht “sterben”.

Die Qualität eines Mineralwassers wird durch seine chemische Zusammensetzung und seine mikrobiologische Reinheit bestimmt, nicht durch esoterische Konzepte. Solange das Wasser korrekt gelagert wird (kühl, dunkel, nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt), bleibt seine Qualität erhalten.

Die Rolle von Leitungswasser

Auch Leitungswasser kann einen Beitrag zur Magnesiumversorgung leisten, insbesondere in Regionen mit hartem Wasser. Hartes Wasser enthält mehr Mineralien, darunter auch Magnesium und Calcium. Die genaue Zusammensetzung des Leitungswassers ist regional sehr unterschiedlich und kann beim örtlichen Wasserversorger erfragt werden.

Allerdings ist der Mineralstoffgehalt von Leitungswasser in der Regel deutlich geringer und weniger konstant als der von Mineralwasser. Zudem kann Leitungswasser, je nach Region, mit unerwünschten Stoffen wie Medikamentenrückständen, Pestiziden oder Schwermetallen belastet sein. Eine Filterung des Leitungswassers kann hier sinnvoll sein, entfernt aber auch die enthaltenen Mineralien.

Mineralwasser bietet daher eine kontrolliertere und oft mineralstoffreichere Alternative, insbesondere wenn es um die gezielte Zufuhr von Magnesium geht.

Mineralwasser als täglicher Mineralstofflieferant

Die bewusste Auswahl des Mineralwassers ist eine einfache und effektive Strategie, um die tägliche Magnesiumzufuhr zu erhöhen. Es ist eine unkomplizierte Möglichkeit, den Körper kontinuierlich mit diesem wichtigen Mineral zu versorgen, ohne aufwendige Rezepte oder zusätzliche Supplemente.

Es ist ein kleiner Schritt mit großer Wirkung für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Mach es dir zur Gewohnheit, beim nächsten Einkauf einen Blick auf das Etikett zu werfen und dein Wasser bewusst auszuwählen. Finde ein Wasser das reich an Magnesium (ideal > 100 mg/l) ist ein günstiges Calcium-Magnesium-Verhältnis (ca. 2:1) aufweist und zu deinen sonstigen Bedürfnissen (z.B. natriumarm) passt

So wird jeder Schluck Wasser zu einem kleinen Beitrag für deine Gesundheit deine Energie und dein Wohlbefinden Dein Körper wird es dir danken

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