Kupfersulfat
Erfahre alles über Kupfersulfat: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Kupfersulfat – Definition und Eigenschaften
Kupfersulfat (CuSO₄) ist eine anorganische Verbindung aus Kupfer und Sulfat. Es handelt sich um eines der bekanntesten Kupfersalze, das sowohl in der Landwirtschaft (Fungizid, Herbizid) als auch in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird.
Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel
In Nahrungsergänzungsmitteln wird Kupfersulfat als Kupferquelle eingesetzt, ist jedoch nicht die bevorzugte Form. Organische Kupferverbindungen wie Kupferbisglycinat oder Kupfercitrat gelten als besser verträglich und besser bioverfügbar.
Vergleich mit anderen Kupferformen
- Kupfersulfat: Anorganisch, mäßige Bioverfügbarkeit, kann Magen reizen
- Kupferbisglycinat: Cheliert, bessere Bioverfügbarkeit, magenfreundlicher
- Kupfercitrat: Organisch, gute Löslichkeit
- Kupfergluconat: Organisch, gut verträglich
Medizinische Anwendungen
Kupfersulfat-Lösung wird als Antidot bei Phosphorvergiftung eingesetzt (bildet unlösliche Kupferphosphate). Historisch wurde es auch als Brechmittel genutzt, was heute aufgrund der Toxizität nicht mehr empfohlen wird.
Toxizität und Sicherheit
Kupfersulfat ist in höheren Mengen toxisch. Es kann Magen-Darm-Irritationen, Erbrechen und bei schwerer Vergiftung Leber- und Nierenschäden verursachen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Kupfergehalt | ~25 % elementares Kupfer |
| Verträglichkeit | Mäßig (kann Magen reizen) |
| Hauptanwendung | Landwirtschaft, Laboratorien |
Kupfersulfat als Nahrungsergänzungsmittel sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Als Supplement besser auf organische Kupferformen zurückgreifen.