Jod in Lebensmitteln
Erfahre alles über Jod in Lebensmitteln: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Jod in Lebensmitteln
Jod kommt natürlicherweise vor allem in Lebensmitteln aus dem Meer vor. In Binnenländern wie Deutschland ist der Jodgehalt im Boden und damit in pflanzlichen Lebensmitteln gering, weshalb die Versorgung eine besondere Herausforderung darstellt.
Beste natürliche Jodquellen
Meeresfisch und Meeresfrüchte
- Kabeljau und Seelachs: Hervorragende Jodquellen, 100 g liefern oft mehr als den Tagesbedarf
- Scholle und Hering: Weitere gute Jodlieferanten
- Garnelen und Muscheln
- Meeresalgen: Enthalten extreme Jodmengen – können leicht zur Überdosierung führen
Milch und Milchprodukte
Milch enthält in Deutschland durch jodiertes Tierfutter relevante Jodmengen. Ein Glas Milch (200 ml) liefert ca. 30–50 µg Jod.
Sonstige Quellen
- Jodiertes Speisesalz: Wichtige Alltagsquelle in Deutschland
- Eier: Enthalten durch jodiertes Futter moderate Jodmengen
- Brot und Backwaren: Nur wenn jodiertes Salz verwendet wurde
Was reduziert den Jodgehalt?
Kochen kann den Jodgehalt von Lebensmitteln um bis zu 50 % reduzieren. Goitrogene Lebensmittel (Kohl, Soja, Hirse) können die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen.
| Lebensmittel | Jodgehalt (ca.) |
|---|---|
| Kabeljaufilet (100 g) | 100–200 µg |
| Vollmilch (200 ml) | 30–50 µg |
| Ei (1 Stück) | 20–25 µg |
Die Jodgehalte in Lebensmitteln schwanken je nach Herkunft, Jahreszeit und Verarbeitungsgrad erheblich.