Jod bei Schwangerschaft
Erfahre alles über Jod bei Schwangerschaft: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Jod in der Schwangerschaft
Jod ist während der Schwangerschaft eines der kritischsten Spurenelemente. Der Bedarf erhöht sich deutlich, da Jod sowohl für die Schilddrüse der Mutter als auch für die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems des Kindes unentbehrlich ist.
Warum steigt der Jodbedarf in der Schwangerschaft?
In der Schwangerschaft steigt die Produktion von Schilddrüsenhormonen um etwa 50 %. Gleichzeitig überträgt die Mutter Jod über die Plazenta an das Kind, das in den ersten Monaten noch keine eigene Schilddrüsenfunktion hat. Jodmangel in der Schwangerschaft zählt weltweit zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen für geistige Behinderung.
Risiken bei Jodmangel in der Schwangerschaft
- Kretinismus: Schwere geistige und körperliche Entwicklungsstörungen bei starkem Mangel
- Niedrigerer IQ des Kindes
- Fehlgeburt und Totgeburt bei schwerem Mangel
- Neugeborenen-Hypothyreose
- Struma bei Mutter und Kind
Empfehlungen für Schwangere
Die DGE und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie empfehlen Schwangeren 230 µg Jod täglich. Da diese Menge über die übliche Ernährung in Deutschland kaum erreicht wird, ist eine gezielte Supplementierung mit 100–150 µg Jod täglich üblich.
| Gruppe | Empfohlene Tageszufuhr |
|---|---|
| Schwangere | 230 µg |
| Stillende | 260 µg |
| Nicht-Schwangere Frauen | 150 µg |
Schwangere mit Schilddrüsenerkrankungen dürfen Jodpräparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Eine Äberversorgung kann ebenfalls schädlich sein.