Eisensulfat
Erfahre alles über Eisensulfat: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Eisensulfat – Definition und Eigenschaften
Eisensulfat (FeSO₄) ist eine anorganische Verbindung aus zweiwertigem Eisen (Fe²⁺) und Sulfat. Es ist die am häufigsten eingesetzte Eisenverbindung in der Behandlung von Eisenmangelanämie und eine der kostengünstigsten Formen.
Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit
Eisensulfat enthält etwa 20 % elementares Eisen und ist gut bioverfügbar, wenn es auf núchternem Magen eingenommen wird. Es ist gut erforscht und wurde in zahlreichen klinischen Studien eingesetzt. Die Wirksamkeit bei der Behandlung von Eisenmangel ist belegt.
Nachteile: Nebenwirkungen
Eisensulfat ist für seine haäufigen Magen-Darm-Nebenwirkungen bekannt, die zur schlechtesten Therapietreue unter allen Eisenverbindungen führen:
- Verstopfung oder Durchfall
- Übelkeit und Erbrechen
- Magenschmerzen und -krämpfe
- Schwarze Verfärbung des Stuhls (harmlos, aber beangstigend)
Einnahmeempfehlungen
- Auf núchternem Magen einnehmen (30 Min. vor dem Frühstück)
- Gleichzeitig Vitamin C einnehmen verbessert die Resorption
- Abstand von mindestens 2 Stunden zu anderen Medikamenten
- Nicht zusammen mit Milch, Tee oder Kaffee
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Elementares Eisen | ~20 % |
| Bioverfügbarkeit | Gut (auf núchternem Magen) |
| Typische Tagesdosis | 100–200 mg elementares Eisen (nach ärztlicher Empfehlung) |
Eisensulfat ist ein Arzneimittel und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Bei starken Nebenwirkungen sollte die Behandlung nicht eigenmachtig abgebrochen, sondern mit dem Arzt besprochen werden.