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Eisenchelate
Erfahre alles über Eisenchelate: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Eisenchelate – Was sind das?
Eisenchelate sind Verbindungen, bei denen ein Eisenatom von einer oder mehreren organischen Molekülen (Liganden) umschlossen wird. Die Chelierung schützt das Eisen vor Reaktionen mit Nahrungsbestandteilen wie Phytinsäure, Oxalsäure und Gerbsäure, die die Aufnahme hemmen.
Gängige Eisenchelate in Nahrungsergänzungsmitteln
- Eisenbisglycinat: Eisen gebunden an zwei Glycin-Moleküle – sehr gut bioverfügbar und magenfreundlich
- Eisencitrat: Eisen gebunden an Citrat – mäßig bioverfügbar, gut löslich
- Eisenaspartat: Eisen gebunden an Asparaginsäure – mittlere Bioverfügbarkeit
Vorteile von Eisenchelaten
- Höhere Bioverfügbarkeit als anorganische Eisensalze
- Bessere Magenverträglichkeit (weniger Übelkeit, Verstopfung)
- Kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden
- Geringere Wechselwirkungen mit anderen Nahrungsbestandteilen
| Form | Bioverfügbarkeit | Verträglichkeit |
|---|---|---|
| Eisenbisglycinat | Sehr hoch | Sehr gut |
| Eisensulfat | Mittel | Mäßig |
| Eisencarbonat | Gering | Schlecht |
Bei Eisenmangel sollte stets eine ärztliche Diagnose erfolgen, bevor Präparate eingenommen werden.