Eisen bei Senioren
Erfahre alles über Eisen bei Senioren: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Eisen bei Senioren
Im höheren Alter verändert sich der Eisenstoffwechsel. Gleichzeitig sinkt der Energiebedarf, was oft zu einer verringerten Nahrungsaufnahme führt. Eisenmangel ist bei älteren Menschen häufig, wird aber oft nicht erkannt, da die Symptome leicht als normale Alterserscheinungen abgetan werden.
Besonderheiten im Alter
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Eisenresorption. Verringerte Magensäureproduktion, häufige Medikamenteneinnahme und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Gleichzeitig kann es durch chronische Erkrankungen zu versteckten Blutverlusten kommen.
Häufige Ursachen für Eisenmangel bei Senioren
- Reduzierte Magensäure: Häufig im Alter oder durch Protonenpumpenhemmer
- Chronische Erkrankungen: Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, chronische Entzündungen
- Medikamente: Aspirin und andere NSAIDS können zu Magen-Darm-Blutungen führen
- Einseitige Ernährung: Geringe Nahrungsvielfalt im Alter
- Versteckte Blutungen: Darmpolypen, Magengeschwüre
Symptome und Besonderheiten
- Müdigkeit und Erschöpfung (oft als Altersschwäche fehlinterpretiert)
- Kognitive Einschränkungen, Verwirrtheit
- Erhöhte Sturzgefahr durch Schwindel
- Verschlechterung bestehender Herzerkrankungen
Eisenbedarf bei Senioren
Der DGE-Referenzwert für Männer und Frauen über 50 Jahre liegt bei 10 mg täglich. Nach der Menopause entfällt der erhöhte Bedarf der Frau durch den Blutverlust bei der Menstruation. Trotzdem sollte auf ausreichende Versorgung geachtet werden.
| Gruppe | Empfohlene Tageszufuhr |
|---|---|
| Männer ab 51 Jahre | 10 mg |
| Frauen ab 51 Jahre | 10 mg |
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Bei Verdacht auf Eisenmangel im Alter sollte ein Arzt aufgesucht werden, da häufig behandelbare Grunderkrankungen vorliegen.