Eisen bei Schwangerschaft
Erfahre alles über Eisen bei Schwangerschaft: Definition, Funktionen und Bedeutung für deine Gesundheit. Evidenzbasiert erklärt von Throphia.
Inhalt
Eisen in der Schwangerschaft
Eisen ist während der Schwangerschaft eines der kritischsten Mineralstoffe. Der Bedarf steigt in dieser Zeit erheblich an, da das Blutvolumen der Mutter zunimmt, die Plazenta und das Gewebe des Kindes aufgebaut werden und der Fötus eigene Eisenspeicher anlegt. Eisenmangel ist der häufigste Nährstoffmangel bei Schwangeren weltweit.
Warum steigt der Eisenbedarf in der Schwangerschaft?
Während einer normalen Schwangerschaft erhöht sich das mütterliche Blutvolumen um etwa 50 %. Für diese zusätzlichen roten Blutkörperchen und für die Entwicklung des Kindes werden schätzungsweise 1.000 mg zusätzliches Eisen benötigt – deutlich mehr als im normalen Alltag.
Risiken bei Eisenmangel in der Schwangerschaft
- Anämie: Verringerte Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind
- Frühgeburt: Erhöhtes Risiko bei schwerem Eisenmangel
- Niedriges Geburtsgewicht
- Eingeschränkte kognitive Entwicklung des Kindes
- Erhöhte Infektanfälligkeit der Mutter
Empfehlungen und Eisenquellen
Die DGE empfiehlt Schwangeren 27 mg Eisen täglich, etwa doppelt so viel wie Nicht-Schwangere. Die Supplementierung wird in Deutschland vielen Schwangeren empfohlen, da der erhöhte Bedarf kaum allein über die Nahrung gedeckt werden kann.
Eisenreiche Lebensmittel
- Rotes Fleisch und Leber (gut verwertbares Hämeisen)
- Hülsenfrüchte (Linsen, weiße Bohnen)
- Haferflocken und Vollkornprodukte
- Kürbiskerne, Sesam
- Kombinieren mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verbessert die Aufnahme
| Gruppe | Empfohlene Tageszufuhr (DGE) |
|---|---|
| Schwangere | 27 mg |
| Frauen 19–50 Jahre | 15 mg |
| Stillende | 20 mg |
Schwangere sollten Eisensupplemente nur auf ärztliche Empfehlung einnehmen, da eine Überdosierung ebenfalls Risiken birgt. Ein Blutbild zu Beginn der Schwangerschaft ist empfehlenswert.